Einweihung unserer neuen Feuerwehrhalle – Ein Meilenstein für Limmersdorf

Nach vielen Jahren des Planens, Hoffens, Diskutierens und schließlich Bauens durften wir am 17.11.2025 einen ganz besonderen Moment erleben: Die offizielle Einweihung unserer neuen Feuerwehrhalle. Dieser Tag markiert einen historischen Schritt für unsere Wehr – und zugleich ein starkes Zeichen für das, was in einer Dorfgemeinschaft möglich ist, wenn alle zusammenhelfen.

Ein Projekt, das aus Überzeugung entstanden ist

Bereits in der frühen Planungsphase war klar: Die alte Unterkunft aus dem 19. Jahrhundert konnte den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Kein Wasser, keine Heizung, marode Tore – und trotzdem viele Erinnerungen, von Einsätzen bis zur jährlichen „Lindenbar“ während der Lindenkirchweih.

Die Entscheidung, die neue Halle ohne staatliche Fördermittel zu bauen, traf die Marktgemeinde Thurnau nach intensiver Beratung mit der Regierung. Dadurch konnten Vorgaben umgangen werden, die den Bau erheblich verteuert hätten. Die Devise lautete: zweckmäßig, solide, nachhaltig und bezahlbar.

Über 2.000 Stunden Ehrenamt – der eigentliche Kern dieses Projekts

Was dieses Gebäude wirklich ausmacht, sind jedoch nicht Beton, Holz oder Stahl – es sind die Menschen, die daran mitgearbeitet haben.

Unsere Kameradinnen und Kameraden, Mitglieder der Feuerwehrvereine und viele Bürgerinnen und Bürger haben mehr als 2.000 ehrenamtliche Stunden geleistet. Dazu gehörten:

  • Trockenbau
  • Maler- und Spachtelarbeiten
  • Fliesenarbeiten
  • Deckeneinbau
  • Montage von Türen und Sanitäranlagen
  • und das Herzstück: die komplette Holzfassade, die in nur fünf Wochen in Eigenleistung entstand.

Ohne den unermüdlichen Einsatz jedes einzelnen wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen. Stellvertretend für alle standen an diesem Tag viele Helferinnen und Helfer in der Halle – und konnten mit Stolz auf das Ergebnis blicken.

Starke Partner an unserer Seite

Auch zahlreiche Firmen aus der Region haben das Projekt unterstützt – durch Materialspenden, fachliche Begleitung oder tatkräftige Hilfe. Vom Estrich über Heizungstechnik bis hin zu Installationen und Zimmereiarbeiten: Viele Betriebe haben dazu beigetragen, dass die Halle nicht nur funktional, sondern auch handwerklich hochwertig ist.

Ein besonderer Dank gilt außerdem:

  • der Familie Pöhlmann, die das Grundstück zu sehr günstigen Erbpachtkonditionen bereitstellte,
  • Maxit für Estrich
  • AIT für die Wärmepumpe und Heiztechnik
  • Malergeschäft Näther für Trockenbau- und Malerarbeiten
  • Zimmerei Röder für die Holzfassade und den Innenausbau
  • Schwender für die Heizungstechnik
  • Buss & Janke für Fußbodenheizung und Sanitär
  • Spedition Birkner
  • Baugeschäft Vogel
  • der Firma Schminke Krantechnik, die uns eine maßgefertigte Schlauchtrocknung spendete,
  • sowie dem Feuerwehrverein Limmersdorf, der Ausstattung und die Versorgung der Helfer während der Bauphase übernommen hat.

Ein Fest mit Wertschätzung und starken Worten

Zur Einweihung durften wir zahlreiche Ehrengäste begrüßen – darunter Staatssekretär Martin Schöffel, Regierungs­vizepräsident Thomas Engel, Landrat Klaus-Peter Söllner, Kreisbrandrat Thomas Hoffmann und viele weitere Vertreter aus Politik und Feuerwehrführung.

Alle Redner würdigten die enorme Eigenleistung und bezeichneten das Projekt einstimmig als Musterbeispiel für gelebtes Ehrenamt und Dorfgemeinschaft.

Ein Segen für Haus und Mannschaft

Pfarrerin Evelin Leupold segnete die neue Halle und übergab uns ein handgetöpfertes Kreuz als Zeichen des göttlichen Schutzes. Ihre Worte galten allen, die in Zukunft von hier aus zu Übungen und Einsätzen aufbrechen – und der Hoffnung, dass alle stets gesund zurückkehren.

Ein Blick nach vorn

Mit diesem Neubau beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte unserer Feuerwehr. Die Halle bietet nun optimale Bedingungen für Ausbildung, Nachwuchsarbeit und Einsatzbereitschaft. Gleichzeitig bleibt sie ein Ort der Begegnung – ein Stück Dorfgemeinschaft aus Holz, Beton und ganz viel Herzblut.

Wir danken allen, die geholfen haben, uns unterstützt haben oder uns auf diesem Weg begleitet haben.

Diese Halle ist ein Werk vieler Hände – und ein Zuhause für unsere gemeinsame Zukunft.

Das Bild zeigt von links: Kdt. Stefan Funke, Kai Lauterbach, Maximilian Schilling, Gemeinderat Björn Müller, Landrat Klaus-Peter Söllner, Pfarrerin Evelin Leupold, Staatssekretär Martin Schöffel, KBI Yves Wächter, stv. Kdt. Dominik Buss, KBI Sigfried Zillig, Ehrenkdt. + 1. Vors. Stefan Schilling, Bgm. Martin Bernreuther, KBM Jörg Schneider, Reg.vizepräsident Thomas Engel, KBR Thomas Hoffmann, Gemeinderat Jürgen Kolb